Zahnspangen

Zahnregulierungen verschönern nicht nur Ihr Lächeln und Ihr Aussehen, sondern tragen auch wesentlich zu einer verbesserten Zahngesundheit bei, da neben einer einfacheren Möglichkeit der Zahnreinigung auch Fehlbelastungen einzelner Zähne und Kiefergelenksprobleme behoben werden können.

Ablauf

Beratung

Im ersten Gespräch erzählen Sie uns von Ihren „Problemstellen“, Wünschen bzw. Vorstellungen.

Dadurch werden manche Behandlungsmethoden von vornherein ausgeschlossen und es kann konkreter auf Ihre individuelle Situation eingegangen werden.

Grundsätzlich gibt es folgende Behandlungen:

Interzeptive Behandlung (Milch- und Wechselgebiß, ab dem 6. bis zum 12. Lebensjahr)

Die Behandlung erfolgt sowohl mit abnehmbaren Zahnspangen als auch mit fixen Apparaturen.

Ziel ist eine Verbesserung der Fehlstellungen, bzw. eine gewollte Unterstützung des Wachstums während der größten Wachstumsphase Ihres Kindes. Der erste Schritt ist die Erstellung eines sogenannten „Kleinen Diagnosepakets“ um die beste Therapie als auch den richtigen Zeitpunkt des Beginns festzustellen.

Kleines Kieferorthopädisches Diagnosepaket

  • Gipsmodelle
  • Fotostatus
  • IOTN Befundung (Erklärung IOTN siehe unten)

Dieses Diagnosepaket ist für den Antrag auf Kostenerstattung für kieferorthopädische Leistungen bei den Krankenkassen erforderlich.

Als Kassenärztin aller Krankenkassen bedeutet das folgendes:

Kinder mit IOTN 4 oder 5 fallen in die „Gratis“ – Zahnspangenregelung. Dies bedeutet den Wegfall des  Selbstbehalts.

Kinder, welche nicht in diese Klassifizierung fallen, bekommen einen Kostenzuschuss zwischen ca. 300,-- und 700,-- Euro pro Behandlungsjahr.

In beiden Fällen obliegt die endgültige Entscheidung über die Gewährung und die Höhe bei der jeweiligen Krankenkassa.

Hauptbehandlung (ab dem 12. Lebensjahr)

Schienentherapie

Sind die Korrekturen bzw. Wünsche nicht zu groß, können mit einer durchsichtigen Zahnspange einzelne Zähne gedreht, bzw. der Zahnbogen schön ausgeformt werden.

Hierbei handelt es sich um unsichtbare Schienen, die außer beim Essen immer getragen werden.

Nähere Informationen: http://www.clear-aligner.eu/

Festsitzende Behandlung

Sind die Korrekturen mit oben genannter Variante nicht lösbar, so ist eine festsitzende Behandlung nötig. Hier werden mittels geklebten Brackets und Drähten die Zähne idealer positioniert.

Dafür erstellen wir ein exaktes Diagnosepaket mit der für Ihre Situation empfohlenen Behandlungsvariante.

Großes Kieferorthopädisches Diagnosepaket

  • Fernröntgen Analyse
  • Gipsmodelle und deren -Analyse
  • Fotostatus
  • IOTN Befundung

Kosten: 280,-- Euro (werden bei einer festsitzenden Behandlung gutgeschrieben)

Die Rückerstattung bei unter 18 jährigen Patienten mit einer IOTN 4 oder 5 Klassifizierung beträgt derzeit 80% des aktuellen Kassentarifs der „Gratiszahnspange“. Somit werden bis zu 3.800,-- Euro für die gesamte Behandlung gewährt. Weiße Brackets sind bei der „Gratiszahnspange“ nicht zulässig.

Bei über 18-jährigen Patienten, oder Patienten die nicht in die IOTN Klassifizierung 4 und 5 fallen können ebenfalls Anträge gestellt werden. Kommt es seitens der Krankenkassa zu einer positiver Bewilligung beläuft sich der Zuschuss (je nach Krankenkasse) zwischen ca. 300,-- und 1.000,-- Euro pro Behandlungsjahr. Weiße Brackets können hier verwendet werden.

Kosten: 1.500,-- Euro pro Behandlungsjahr

Retention

Um die Zähne in der neuen Position zu halten, ist ein Retainer unabdingbar. Darunter versteht man entweder ein Gerät, welches in der Nacht getragen wird oder ein fix geklebter Draht auf der Innenseite der Zähne.

IOTN Befundung

Mittels des „international orthodontic treatment needs Index“ wird der medizinische Behandlungsbedarf festgestellt.

1= kein Behandlungsbedarf
5= sehr großer Behandlungsbedarf

Abnehmbare Zahnspangen

Gerade bei unseren „Kleinen“ können Zahnfehlstellungen einfach korrigiert werden. Hierfür werden individuelle abnehmbare Geräte angefertigt, welche zum Großteil in der Nacht getragen werden. Diese unterstützen einerseits das Wachstum bzw. korrigieren Kreuzbisse oder „bad habits“ wie offene Bisse aufgrund von Daumenlutschen, Fläschchen oder Schnuller. Die Kinder können für die Geräte Farben und Sticker aussuchen wodurch die Akzeptanz erhöht wird.